Staatspräsident Nicolas Sarkozy hatte am 20. Mai 2010 im Elyséepalast zur zweiten Defizitkonferenz mit Vertretern der Regierung, des Parlaments, der Gebietskörperschaften und der Sozialversicherungsträger eingeladen.
Dabei versicherte er, dass Frankreich alle notwendigen Maßnahmen ergreifen werde, um die Vorgaben des Stabilitätsprogramms einzuhalten. Dieses sieht eine Defizitquote der öffentlichen Hand von 6% des BIP 2011 und 4,6% 2012 vor.
Zudem kündigte Nicolas Sarkozy eine Verfassungsreform an, durch die jede gewählte Regierung dazu verpflichtet werden soll, sich auf die Entwicklung des Defizits für fünf Jahre und den Zeitpunkt eines Haushaltsausgleichs festzulegen. Mit der Abstimmung im Parlament der gegenüber den europäischen Partnern im Bereich der öffentlichen Finanzen eingegangen Verpflichtungen sollen auch die Rechte des Parlaments gestärkt werden.
