Tierschutz in Frankreich

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Tiere stehen in Frankreich unter einem besonderen Schutz. Da jedes Tier ein empfindsames Lebewesen ist, muss sein Besitzer die biologischen Erfordernisse seiner Art beachten (Art. 214-1 des Landwirtschaftsgesetzbuchs).

Es ist verboten, Haus- und Zuchttieren sowie gezähmte oder in Gefangenschaft lebende Wildtieren zu quälen (Art. 214-3 des Landwirtschaftsgesetzbuchs).

Das französische Recht sieht für solche Tatbestände, die als Grausamkeiten betrachtet werden (Artikel 521-1 im Strafgesetzbuch), eine Strafe von 30 000 € und eine zweijährige Haftstrafe vor.

In Frankreich ist das Ministerium für Landwirtschaft und Fischerei für den Schutz von Haus- und Zuchttieren zuständig. Die Wildfauna unterliegt dem Ministerium für Umwelt und nachhaltige Entwicklung.

Im Landwirtschaftsministerium fällt der Tierschutz in den Bereich der Abteilung für Ernährung. Die entsprechende Unterabteilung ist für alle Bereiche, in denen Tiere betroffen sind, zuständig: Tierschutz, Tiergesundheit, Tierarzneimittel, Tierernährung, die Tierkennzeichnung und den Handel mit Tieren.

Der Vollzug der nationalen und EG-Vorschriften des Landwirtschaftsbereichs wird von den lokalen Veterinärbehörden (Directions départementales des services vétérinaires : DDSV) übernommen. Sie sind für den Tierschutz zuständig. Sie sind außerdem verantwortlich für die Überwachung und die Bekämpfung von Tierseuchen.

Dafür führen sie regelmäßige Kontrollen und Ermittlungen in den Zuchtbetrieben durch und können ggf. ein Strafmandat erteilen. Sie können die Tiere, die unter Misshandlungen leiden, ihrem Besitzer bis zum Urteil entziehen.

Im Bereich Tiertransporte kontrollieren sie insbesondere die LKW-Ausstattung und die Zulassung der Transportunternehmen, die Transportfähigkeit der Tiere sowie die Fahrt- bzw. Ruhezeiten.

Die Schlachthöfe werden ebenfalls regelmäßig kontrolliert. Die Kontrolleure überwachen permanent die Ruhigstellung, Betäubung und Schlachtung der Tiere. Sie prüfen den Zustand und die Nutzung der entsprechenden Ausrüstung.

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Letzte Änderung 13/07/2015

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