UN-Klimakonferenz Paris 2015 [fr]

GIF Frankreich wurde bei der 19. Vertragsstaatenkonferenz der Klimarahmenkonvention der Vereinten Nationen (UN-Klimakonferenz) in Warschau im November 2013 offiziell zum Gastgeber der 21. Ausgabe dieser Konferenz 2015 bestimmt.

„Paris 2015“ findet vom 30. November bis 11. Dezember 2015 statt und wird eine der größten internationalen Konferenzen sein, die auf französischem Staatsgebiet je organisiert wurden. In diesem Rahmen steht Frankreich vor einer doppelten Herausforderung:

-  Als Gastgeber muss es zwei Wochen lang unter den besten Bedingungen Tausende von Delegierten und Beobachtern unter der Schirmherrschaft der Vereinten Nationen aufnehmen und betreuen.

-  Mit dem Vorsitz der Konferenz übernimmt es die ambitionierte Aufgabe Vertrauen zwischen allen Verhandlungsparteien herzustellen, um die unterschiedlichen Standpunkte einander anzunähern und eine einstimmige Verabschiedung des Abkommens zu ermöglichen.

Eine Konferenz unter Erfolgszwang

Paris 2015 ist von entscheidender Bedeutung, denn bei dieser Konferenz muss ein internationales Klima-Abkommen unterzeichnet werden, das sicherstellt, dass die Erderwärmung unter 2°C bleibt.

Basierend auf den Arbeiten bei der 20. Klimakonferenz in Lima wird es im Dezember 2015 darum gehen, mehrere Entscheidungen zu treffen: Zu allererst ein umfassendes und für alle Länder verpflichtendes Abkommen, und dann die Festlegung der nationalen Beiträge (iNDC) mit den Klimaschutzverpflichtungen der einzelnen Länder. Die Finanzierung der Bekämpfung des Klimawandels, deren erstes Zwischenziel mit der Ausstattung des Grünen Klimafonds mit 9,3 Milliarden Dollar – darunter fast eine Milliarde von Frankreich – bereits erreicht wurde, wird ebenfalls ein wesentlicher Bestandteil sein. Schließlich werden die Initiativen der Gebietskörperschaften, zivilgesellschaftlichen Organisationen und Unternehmen auf innerstaatlicher Ebene in die Verhandlungen einfließen und die nationalen Beiträge ergänzen.

Frankreich hat als künftiger COP21-Vorsitzender beschlossen, im Hinblick auf Paris 2015 eine „Agenda der Lösungsvorschläge“ zu unterstützen. Es handelt sich dabei um die ergänzenden Initiativen zum internationalen Abkommen, die auf lokaler Ebene von Regierungen, lokalen Behörden sowie nichtstaatlichen Akteuren ergriffen werden und dazu beitragen, die bestehenden Verpflichtungen der Staaten bezüglich der Reduzierung der Treibhausgasemissionen, der Anpassung an die Folgen des Klimawandels und der Finanzierung zu verstärken. Diese Agenda beruht auf einem Austausch bewährter Vorgehensweisen sowie dem Transfer von Wissen und Technologien, die für den Übergang zu kohlenstoffarmen Volkswirtschaften notwendig sind.

Paris 2015: Logistik und Beteiligung der Zivilgesellschaft

Das Messegelände von Paris-le Bourget wurde als Veranstaltungsort gewählt, damit die Konferenz unter den bestmöglichen Bedingungen vorbereitet werden kann. Der Standort bietet auf logistischer Ebene die besten Voraussetzungen sowohl für die Unterbringung als auch die Erreichbarkeit durch offizielle Delegationen, Zivilgesellschaft und Medien.

Frankreich möchte optimale Bedingungen für die Beteiligung der Zivilgesellschaft an der 21. UN-Klimakonferenz schaffen. Unter anderem werden schon im Vorfeld regelmäßige Treffen mit Vertretern der Zivilgesellschaft (NRO, Unternehmen, Gewerkschaften etc.) organisiert, um allen Meinungen eine Plattform zu geben und alle positiven Kräfte für den Erfolg der Konferenz zu bündeln. Am Veranstaltungsort wird für die Zivilgesellschaft ein öffentlicher Bereich eingerichtet, der - im Gegensatz zu den offiziellen Verhandlungsräumen - ohne Akkreditierung zugänglich ist.

Ferner geht aus einem Bericht über die Rolle der Gebietskörperschaften bei den Klimaverhandlungen hervor, wie diese ebenso wie die lokalen Mandatsträger in die Diskussionen einbezogen werden können.

Schließlich hat Frankreich als Veranstalter beschlossen, diese Konferenz mit 196 Verhandlungsparteien, 40 000 Teilnehmern und ca. 3 000 Journalisten unter das Zeichen der umweltpolitischen Vorbildlichkeit zu stellen und wird bei der Vorbereitung und der Durchführung dieser Veranstaltung auf einen sparsamen Umgang mit natürlichen Ressourcen (Wasser, Energie), Müllvermeidung und einen möglichst geringen Ausstoß von Treibhausgasen achten.

Letzte Änderung 21/01/2015

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