Umfrage: Die Franzosen stehen zur Frankophonie [fr]

JPEG Das Isama-Institut hat im Auftrag des Informationsamts der französischen Regierung im Februar 2010 eine Erhebung über das Verhältnis der Franzosen zur Frankophonie durchgeführt. Dazu wurden in einer repräsentativen Stichprobe 1 006 volljährigen Personen am Telefon befragt.

Die Umfrageergebnisse zeigen, dass das Konzept der Frankophonie heute keinesfalls überholt ist. Rund 91 % der Befragten fühlen sich frankophon und 55 % empfinden ein Gefühl der Solidarität mit frankophonen Ländern. 90 % der Befragten finden, das Konzept der Frankophonie sei nach wie vor aktuell, es müsse aber stärker vertreten werden – durch internationalen Austausch im Hochschulbereich und durch die Förderung der Werte der Frankophonie und der französischen Sprache.

Laut Einschätzung der Befragten ist die französische Sprache ein Instrument, das Frankreich (91 %), den französischen Hochschulen (83 %) und den französischen Unternehmen (66 %) Ausstrahlung verleiht. Eine breite Mehrheit (54 %) assoziiert mit der Frankophonie spontan die französische Sprache, die sich immer noch hoher Beliebtheit erfreut.

Obwohl 55 % der Interviewten Französisch als Weltsprache sehen, halten 71 % Englisch im internationalen Austausch für unumgänglich. Bei den Jüngeren sind es sogar 82 %. Ausgehend von dieser Ansicht halten es 26 % der Franzosen für notwendig, den Französischunterricht in der Welt auszubauen. Dabei soll der Schwerpunkt auf dem internationalen Austausch im Hochschulbereich, zwischen französischen Studenten und nicht frankophonen Ländern, liegen.

Neben der französischen Sprache ist die frankophone Identität in weiteren zentralen Bereichen verwurzelt: 70 % nennen die französische Kultur und 47 % die Werte Demokratie, Frieden und Menschenrechte als grundlegende Elemente der Frankophonie. Laut 73 % der Befragten ist es Aufgabe der OIF (Internationale Organisation der Frankophonie), vorrangig für diese Werte einzutreten.

Zu den Hauptaufgaben der OIF zählen 47 % der Franzosen das Streben nach Frieden in der Welt. Auf Platz zwei und drei der Liste stehen mit 43 % die Verteidigung und Förderung von Freiheit, Demokratie und Menschenrechten und mit 26 % die Solidarität mit Ländern, die einer Naturkatastrophe zum Opfer gefallen sind.

Letzte Änderung 26/04/2012

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