Weinanbaugebiete in Burgund und der Champagne jetzt Weltkulturerbe [fr]

Die Weinanbaugebiete des Burgunds und der Champagne gehören zu den 24 neuen Stätten, die die 39. Welterbekonferenz der Unesco in Bonn (28.6. – 8.7.2015) in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat. So entschieden die über 1031 Abgesandten aus 163 der 191 Signatarstaaten der Welterbekonvention.
Frankreich vereint damit jetzt insgesamt 41 Weltkulturerbestätten auf seinem Territorium. Dabei handelt es sich hauptsächlich um religiöse Gebäude wie die Abtei von Fontenay oder die Kathedrale von Chartres bzw. geschichtsträchtige Orte wie das Seineufer in Paris, die Altstadt von Lyon und Straßburg oder den Papstpalast in Avignon. Zu den Orten des Welterbes gehören zudem Naturstätten wie der Golf von Porto (Korsika), die Lagunen in Neukaledonien und die Vulkanlandschaft auf La Réunion.

Die Reblagen des Burgund

Die UNESCO hat die so genannten „Climats“ an den Hängen der Côte de Nuits et de Beaune im Süden von Dijon ins Welterbe aufgenommen. Mit „Climats“ werden die Reblagen bezeichnet, die eine einzigartige Kombination von Hangausrichtung, Bodenbeschaffenheit, Mikroklima und historischer Anbauweise vereinen. Dies spiegele sich „in der Farbe, Textur und dem Aroma der Weine wider“, so die Unesco in ihrer Begründung.

Die Kulturlandschaft besteht dabei einerseits aus den Parzellen des Weinanbaus mit den dazugehörigen Weinbaubetrieben, den Dörfern sowie der Stadt Beaune und andererseits aus dem historischen Zentrum Dijons, das für den politischen Willen der Fortentwicklung des Weines und seines Anbaus seit dem Mittelalter steht.

Die Reblagen der Champagne

Die Champagne, genauer gesagt, die historischen Weinanbaugebiete von Hautvilliers, Aÿ und Mareuil-sur-Aÿ, der Hügel von Saint-Nicaise bei Reims und die Champagneravenue und das Fort Chabrol in Epernay, erhalten die Auszeichnung für den besonderen Charakter der Weinberge, Weinkeller und -häuser der Champagne. Zudem gibt eine Vielzahl historischer Produktions- und Vertriebsstätten die "Einblicke in die hohe Kunst der Champagner-Herstellung" geben, so die UNESCO in ihrer Stellungnahme. Schließlich geht die Ehrung auch an die Menschen und Produzenten, die das Produkt Champagner nicht nur „erfunden“, sondern auch seit Anfang des 17. Jahrhunderts weiterentwickelt haben und sich den hohen Qualitätsstandards stellen.

-  Unesco-Homepage

Letzte Änderung 22/09/2015

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