Wirtschaftskooperation: Chinesischer Premierminister Li Keqiank in Frankreich [fr]

Der chinesische Premierminister Li Keqiank hält sich vom 30. Juni bis zum 2. Juli zu einem offiziellen Besuch in Frankreich auf, der mit einem Zusammentreffen mit Staatspräsident François Hollande begann. Daneben standen zahlreiche Wirtschaftskontakte sowie die Unterzeichnung von etwa 20 Verträgen zwischen französischen und chinesischen Firmen in Paris, Marseille und Toulouse auf dem Programm.

Bei seinem Aufenthalt in Marseille führte der Gast Gespräche mit der Hafenwirtschaft und am Sitz der weltweit drittgrößten Reederei CMA-CGM, bevor es dann in das Museum der europäischen Zivilisationen und des Mittelmeerraumes (MUCEM) ging. Hierbei wurde er wie anschließend in Arles von Außenminister Laurent Fabius begleitet.

In Begleitung von Premierminister Manuel Valls und Wirtschaftsminister Emmanuel Macron nahm der chinesische Premier dann am 2. Juli am französisch-chinesischen Wirtschaftsgipfel „Innovation für die Zukunft gemeinsam gestalten“ teil. Danach ging es weiter zuGesprächen und Vertragsunterzeichnungen am Sitz des Airbuskonzerns in Toulouse-Blagnac.

Gespräch von Staatspräsident François Hollande mit dem Premierminister der Volksrepublik China – Paris, 30. Juni 2015

Staatspräsident François Hollande empfing am 30. Juni 2015 den chinesischen Premierminister Li Keqiank zu einem Gespräch mit anschließendem Mittagessen. Es war der erste offizielle Besuch von Premierminister Li Keqiank in Frankreich.
Staatspräsident Hollande äußerte sich erfreut über die Qualität und die Dynamik der französisch-chinesischen strategischen Partnerschaft in allen Bereichen. Seit bei den Staatsbesuchen von François Hollande 2013 bzw. Xi Jinping 2014 eine Neubelebung der Beziehungen zwischen Frankreich und China vereinbart wurde, konnten bereits wichtige Fortschritte erzielt werden.

François Hollande begrüßte Chinas Ankündigung seines nationalen Beitrags zur Weltklimakonferenz, mit der es seine Verpflichtung zum Aufbau einer „ökologischen Zivilisation“ bekräftigte. Er dankte dem chinesischen Premierminister, dass diese Ankündigung von Paris aus erfolgte und wertete dies als Zeichen der Unterstützung und des Vertrauens in den Erfolg der Weltklimakonferenz.

Mit Bezug auf den wirtschaftlichen Bereich erinnerte der Staatspräsident an sein Bestreben, in den strukturierenden Sektoren der französisch-chinesischen Partnerschaft, insbesondere der zivilen Nutzung der Atomkraft und im Luftfahrtbereich, voranzukommen und durch verstärkte Exporte französischer Unternehmen nach China sowie mehr beschäftigungsintensive und wachstumsorientierte Investitionen aus China weiter auf die Ausgewogenheit unserer Handelsbeziehungen, die eine positive Dynamik aufweisen, hinzuwirken.

Die französisch-chinesische Zusammenarbeit gegenüber Drittländern muss unseren beiden Ländern die Möglichkeit eröffnen, gemeinsam neue Märkte zu erobern. Staatspräsident Hollande und der chinesische Ministerpräsident haben beschlossen, einen französisch-chinesischen Fonds für die Zusammenarbeit in Drittländern zu schaffen, der vor allem für die Förderung von Projekten in Zusammenhang mit der Bekämpfung des Klimawandels und mit dem grünen Wachstum gedacht ist.
François Hollande zeigte sich erfreut über die bereits erzielten Ergebnisse in den neuen Kooperationsbereichen, insbesondere Agrarnahrungsmittel und Stadtentwicklung. Er bekräftigte zudem seinen Willen, die finanzielle Zusammenarbeit zwischen Frankreich und China fortzusetzen, um die Internationalisierung des Yuan zu begleiten.

Im Übrigen äußerte François Hollande den Wunsch, die bereits entfaltete Dynamik im Austausch zwischen den Menschen in Frankreich und China und vor allem in der Zusammenarbeit zwischen Universitäten und im Tourismus fortzusetzen.

Letzte Änderung 10/09/2015

Seitenanfang