Zahl der Auslandsfranzosen steigt: Deutschland weiterhin attraktiv [fr]

Die Zahl der im Auslandsregister der französischen diplomatischen Vertretungen geführten Franzosen ist 2015 weiter auf über 1,7 Mio. Personen angestiegen. Insgesamt gehen die Behörden aber von einer Zahl von bis zu 2,5 Mio. im Ausland lebender französischer Staatsbürger aus, denn die Registrierung - mit der einige Vorteile im administrativen Bereich verbunden sind - erfolgt auf rein freiwilliger Basis.

-  Ein kontinuierlicher Anstieg

Mit 1 710 945 im Auslandsregister geführten Personen lag die Zahl der Auslandsfranzosen Ende 2015 um 1,8% höher als 2014. In den beiden Vorjahren hatte der Zuwachs bei jeweils 2,4% gelegen. Der Anteil der Doppelstaatler liegt unverändert bei 42%.

-  Deutschland gehört zu den attraktivsten Ländern

Die wichtigsten Aufnahmeländer für Franzosen bleiben 2015 wie auch schon im Vorjahr die Schweiz, die USA, Großbritannien, Belgien und Deutschland. In diesen fünf Ländern leben nahezu 40% der Registrierten. Die Zahl der in Deutschland registrierten Franzosen stieg 2015 um etwa 1% von 112 879 auf 114 020 an.
49% der französischen Auslandsgemeinde lebt in Europa (davon 37% in EU-Ländern), 15% in Afrika und knapp 14% in Nordamerika. Der Rest verteilt sich auf den Nahen und Mittleren Osten (8%), auf Asien/Australien (7%) und auf Mittel- und Südamerika (6%).

Zum Vergleich: Die Zahl der in Frankreich registrierten Deutschen betrug laut einer Statistik des INSEE von 2012 knapp 93.000.

-  Ein ausgeglichenes Geschlechterverhältnis

Das Geschlechterverhältnis ist bei den Auslandsfranzosen mit einem kaum wahrnehmbaren Unterschied (50,2% der Registrierten sind weiblich) seit Jahren nahezu ausgeglichen. Allerdings gibt es hier starke geographische Unterschiede. In der Zone Asien/Australien sind die Frauen mit 42,5% unterrepräsentiert, während sie in den Mitgliedstaaten der Europäischen Union mit 53,51% überrepräsentiert sind.
74% der Auslandsfranzosen sind älter als 18 Jahre. Dabei ist die Hälfte zwischen 26 und 60 Jahre alt. Im Kindes-/Jugendalter (-18) sind 25%, im Rentenalter (60+) etwa 15% und zwischen 18 und 25 Jahre sind etwa 10%.

Letzte Änderung 28/10/2016

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